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Donnerstag, 9. Januar 2020

Anaëlle

Freitag, 19. Mai 2017

ist vorerst nur auf BookRix zu lesen. Ich schreibe daran weiter.


Die Frau am Fenster - Hannah schreibt an Annaig

Mein kleiner Wirbelwind

du bist verträumt und unvernünftig, bereit blind mit dem Kopf durch die Wand zu rennen, du träumst davon mit einem Lächeln verschlossene Türen aus den Angeln heben zu können.

Du wirst Fehler begehen und lernen, dass das Glück harte Schmiedearbeit ist und nicht nur Empfinden. Auch Vertrauen.

Ich kann dich nicht vor allem bewahren, nicht vor den unberechenbaren Tiefen und nicht vor den Ünglücken.
Ich gebe dir Liebe auf den Weg und irgendwo im Himmel gibt es einen Schutzengel. Irgendjemand ist immer da für dich, auch wenn du nicht daran glaubst, dass es Schutzengel gibt. Was glaubst du was machen wir denn da mit unsere Seele auf diesen Wolken? Wehe du denkst jetzt: schlafen! Denen die wir lieben unsichtbar zur Seite stehen.

Nur eines sage ich dir: bei Allem was du tust, sei mit Herz und und Seele dabei. Und mit viel Liebe. Wie du auch sein wirst - sei es ganz.

Nie versendete Briefe - Hannah's Briefe an Lukas

Raum und Zeit bedingen sich
Die Zeit vergeht,
Leben und Liebe stehen still
wie die Zeiger der alten Uhr an der Wand
aufgehört haben im Kreis zu wandern. 

Feiner Zeitstaub legt sich über die Dinge
über das aufgeschlagene Buch auf deinem Nachttischchen

Seite 24 
Mit dem Finger male ich
behutsam
Buchstabe für Buchstabe

deinen Namen



Die Frau am Fenster - Hannah's Schreibbuch


Im Leben gibt es eher selten einen eindeutigen Anfang. Augenblicke von denen wir rückblicken sagen können, dass mit ihnen alles begonnen hat.
Es gibt aber Augenblicke in denen einen ganzen Strom neuer Ereignisse unser Alltag kreuzt und in unser Leben einfließt.

 Der 6. Juli

 Der 7. Eintrag
Liebes Schreibbuch,

in letzter Zeit muss ich an meinen Verlobten denken. Er sitzt bestimmt da oben auf einer Wolke und seht mir zu wie ich ihn vermisse, wie ich um ihn weine, wie ich mich an ihn erinnere. Das Wissen, dass das Leben endlich ist, macht mich sehr traurig. Ich wünsche mir einen Gott der diese Endlichkeit aufhebt, damit ich ihm zeigen kann, dass Liebe keine Endlichkeit hat, wenn man ihre Endlichkeit nicht fühlt.
Ich gehöre nicht zu den Menschen die an eine Art Seelenverwandschaft glaubt. Für mich ist es eine tiefe Liebe. Mit dem Menschen den ich liebe fühle ich mich verbunden. Weder fühlt, denkt und handelt man synchron noch hat man die gleiche Weltanschauung. Man ergänzt sich gegenseitig.
Ich bin nichts Besonderes. Gewiss nicht. Ich bin ein gewöhnlicher Mensch. 

Liebe ist nicht gewöhnlich. Sie ist immer wieder neu und anders. 





Nie versendete Briefe - Hannah's Briefe an Lukas

Das Leben ist voller Überraschungen
die wie kleine Seifenblasen
die Augenblicke durchstreifen.
Als gäbe es eine Unendlichkeit
vor dem eigentlichen Leben
aus der sie heraus fliegen
kaum hörbar zerbarsen
um sich dir zu öffnen
als Entscheidungen.
Nicht zu entscheiden wäre die falsche Entscheidung.

Die Frau am Fenster - Erinnerungen - Annaig schreibt -

Und wieder einmal erzählt meine Stille von dir und setzt mich Stürmen aus.
Du lachst
gehst in den Wellen unter
tauchst auf
schüttelst das Wasser aus den Haaren
du lachst

 Du Wolkenschwimmerin.


Omi wenn ich dich vermisse, denke ich dich so:

"Tief im Herzen findest du den besten Teil von dir. Solltest öfter auf dein Herz hören!", sagtest du einmal.

Auf welcher Wolke du auch bist, aus welcher Ecke des Himmels du mir zusiehst, wie ich lebe, wie ich liebe, denke mich schön, auch wenn ich Fehler mache.

Du hast für mich deine Herztür geöffnet. Ich lese dich, deine Erinnerungen, deine Gedanken, deine Erfahrungen. Ich lese das was dich mit Liebe verbindet, Augenblicke die du mit Liebe fülltest und alles was dich mit einer Enttäuschung verbindet. Ich lese Hoffnung und jedes noch so kleine Ärgernis von einst.

Alles gehört zu dir, zu deinem Leben dazu. Du bist angekommen. Ich schließe die Tür und du bist immer bei mir, als Knospe, als Blüte, als buntes Herbstblatt und als Schneeflocke.